Programm Stadtführungen

ALTSTADT
Vom Dom zum Gürzenich
Treffpunkt: Kreuzblume

Den Dom kennt jeder, links liegen lassen! Aber wissen Sie, wo Joseph Beuys hier mitgewirkt hat? Durch die Neugestaltung der Ostseite des Domes ist das alte Taufbecken, das Baptisterium, endlich würdevoll gefasst. Die alten Pissecken sind verschwunden. Das Rathaus hat auch so seine Geschichte, allein um die Turmfiguren gibt es Erzählungen – lachhaft, wenn‘s nicht so traurig wär. Die „trauernden Eltern“ sind traurig in der Kirchenruine in St. Alban. Hat da Beuys nicht auch die Finger mit im Spiel gehabt – aber wo ist der Filz, das Fett, der Honig? War Karajan mit seinen Orchestern eigentlich auch mal im Gürzenich? Nein, nur die Roten Funken! Alaaf!

Interesse? Termine anfragen.

SEVERINSVIERTEL
Von St. Johann Baptist zum Chlodwigplatz
Treffpunkt: Turmeingang St. Johann Baptist

Hier tanzt der Bär nicht mehr ganz so stark wie noch vor Jahren. Dennoch immer noch ein Szeneviertel mit vielen Kneipen, Restaurants und Pinten. Dazu eine alte, ehrwürdige Kirche über einem römischen Friedhof. Hier kann man in die Unterwelt absteigen und dann wieder hinauf ins pralle Leben. Hier hatte Trude Herr ihr Theater – die Ulknudel, die sowas von al dente war. Casanova wollte nur Tage bleiben und blieb doch Monate. Warum nur? – der geile Bock! Die Bläck Fööss trafen hier den „ahle Mann vür d’r Weetschaftsdüür“. Drink doch ene met! Gehen Sie doch mit durch’s Severinsviertel.

Interesse? Termine anfragen.

AGNESVIERTEL
Vom Cinedom zum Rosengarten
Treffpunkt: Eingang Cinedom, außen

Hier will zurzeit fast jeder wohnen. Noch relativ viele Altbauten der Gründerzeit zeugen vom Reichtum der Stadt. An der Eigelsteintorburg grüßt der Kölner Bauer – doch nicht etwa der aus dem Dreigestirn, oder? Kölns erster Wolkenkratzer steht am Weg – damals das höchste Haus Europas. Die Agneskirche hat eine merkwürdige Geschichte: Grundstücksspekulation, Immobiliengeschäfte und Wiedergutmachung bzw. späte Reue spielten eine Rolle. Nachdem wir vor Heinrich Bölls Haustür gestanden haben, geht’s in den Rosengarten, die pazifistische Wendung eines militärischen Forts.

Interesse? Termine anfragen.

RHEINAUHAFEN
Vom Schokoladenmuseum zum Herkuleskran und halbwegs zurück
Treffpunkt: Malakoffturm, nahe Drehbrücke

Kölns neuestes Viertel. Nach 2000 Jahren Hafengeschichte ein Bummel durch’s Neuland, in dem noch Reste früherer Bauten stehen. Alice Schwarzer – Tante Emma – hat hier ihr feministisches Frauenarchiv in mittelalterlichem Gemäuer. Poldi soll auch hier wohnen! Und dann die imposanten Kranhäuser mit den Kanzleien weltweit agierender Wirtschaftsprüfer und Anwälte. Hier im Hafen lagerte mal ein Teil der Getreidenotration für die Bundesrepublik Deutschland. Jetzt wohnen in den Hallen Menschen in schicken Wohnungen. Zum Schluss ein Blick von oben – schon schön, wenn de Sonn schön schingk!

Interesse? Termine anfragen.

RUND UM DEN FRIESENPLATZ
Treffpunkt: Rex Kino, Hohenzollernring 60

Aus dem Mittelalter ist noch eine Grabenfangmauer zu sehen. Von der einstigen Pracht der Ringstraße mit ihren Plätzen ist dafür etwas weniger zu sehen. Der Stadtgarten mit altem Baumbestand ist Kölns ältester Park. Die Straßennamen erinnern an Helden des „Schnäuzerkrieges“ von 1870/71. Nach den Umbauten und der Neugestaltung ist ein eigenes Viertel entstanden. Die „kleine Reichskanzlei“ ist dabei auch stehen geblieben. Arno Breker, der für Hitler die strammen germanischen Jungs in Stein meißelte, hat sich hier auch verewigt. St. Gereon muss man gesehen haben, der gewaltige Zehneckbau mit dem faszinierenden Kuppeldach. Zum Schluss in den Teil der Stadt, der in den 60er und 70er Jahren das Miljö beherbergte, und wo starke Jungs in Pelzen und dicken Amischlitten vorfuhren.

Interesse? Termine anfragen.

IMMER AN DER MAUER ENTLANG
Von der Hohenzollernbrücke zum Römerturm
und Neumarkt

Treffpunkt: Heinrich-Böll-Platz, „Stufenturm“

Als die Bahn noch eine Bahn war und kein peoplemover, baute man die erste Eisenbahnbrücke über den Rhein. Der Bahnhof war mal Kopfbahnhof und Durchgangsbahnhof zugleich. Vom Dom geht’s dann entlang der römischen Stadtmauer, die man immer wieder auch in Kiosken, Modeläden und Cafés sehen kann. Die Weihbischhöfe wohnen toll – fast ganz im Grünen. Bei manchen Straßennamen kann man eine wechselvolle Geschichte erzählen, wie Derbes in Gutbürgerliches gewandelt wurde. Der Römerturm, durch Zweckentfremdung als frommer Frauen Klo, hat sich bis in den Denkmalschutz gerettet. An Kunstgalerien und Antiquitätengeschäften vorbei, geht’s zum Neumarkt. Es grüßt die Eistüte!

Interesse? Termine anfragen.

MELATENFRIEDHOF
Treffpunkt: Eingang Aachener Straße,
gegenüber Haus Nr. 249

Gerade mal 200 Jahre alt. Auf Geheiß der Franzosen angelegt. Beim Gang über den Friedhof erlebt man ein who is who vergangener Größen. Wer hier nicht alles liegt! Die Aufzählung ginge ins Unermessliche. Einen Teil der Vielfalt zeige ich Ihnen und manche Anekdote gibt es dazu… vom sacer locus.

Interesse? Termine anfragen.

VOM HEUMARKT NACH PANTALEON
Treffpunkt: Reiterdenkmal auf dem Heumarkt

Das ist nicht gerade die schönste Gegend Kölns – schon ein bisschen schäbig, aber hoch interessant. Wer hier nicht alles wohnte und wirkte: Rubens, Beethoven, Maria von Medici, Offenbach. St. Maria im Kapitol, das ist Romanik! Der Kleeblattchor ist spektakulär. Ein Hotel in einem alten Wasserturm durch und durch durchgestylt von einer Französin. Kleinstädtisches Wohnen citynah. Die Leute könnten mitmachen beim Wettbewerb: Unser Dorf soll…
Am Schluss St. Pantaleon – eine Burg von Kirche. Die Preußen nutzten sie für ihre „Winke-Winke-Telegraphie“.

Interesse? Termine anfragen.

RUND UM DEN NEUMARKT
Treffpunkt: Neumarkt Galerie, unter dem „Eishörnchen“

„Neumarkt? Kenn‘ ich, fahre ich jeden Tag mit der Bahn vorbei!“
Sie werden sich wundern, was es rund um den Neumarkt alles zu sehen und zu erzählen gibt. Allein die Entstehungsgeschichte des „Adenauer-Püppchens“ (manche sagen auch Denkmal dazu) an St. Aposteln ist grotesk und bietet Stoff für eine unterhaltsame Filmkomödie. Unterirdisch fährt hier nicht nur die U-Bahn, hier wird auch geschossen – scharf! Zum Schluss die Geschichten von vermeindlicher Leichenfledderei und dem Komponisten, von dem weltweit immer nur ein Stück gespielt wird – Komponistenschicksal.
„So, und jetzt ein Hörnchen Eis!“

Interesse? Termine anfragen.

KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM I
Treffpunkt: Roncalliplatz, Dom Südportal

„Das soll Kunst sein?!“ Wie viel Skepsis liegt schon in der Frage? Mir geht es darum, Augen zu öffnen und offen zu werden. Lassen wir die Kunstwerke doch gemeinsam betrachten und unsere Ansicht darüber austauschen – selbst sehen und mit den Augen der anderen sehen. Nebenbei erfahren Sie dann auch noch manche Geschichte zum Kunstwerk und zum Künstler – und was von dem noch alles in Köln zu sehen ist. Wagen Sie es, nur Mut!

Interesse? Termine anfragen.

 

EHRENFELD
Wandel eines Industrievorortes
Treffpunkt: Venloer Str. Ecke Franz-Geuer-Str. (U-Bahn-Haltestelle „Piusstraße“)

Der Wandel von einem Industrievorort in ein lebhaftes, multikulturelles Viertel ist auf Schritt und Tritt überall sichtbar. Im 19. Jhdt. kurzzeitig selbständige Stadt, wurde der Speckgürtel der damaligen Zeit von Köln eingemeindet. Firmen und Fabriken mit Weltgeltung boten hier Arbeit und Brot. Heute will hier fast jeder zweite Kölner leben. Die überdimensionierten Wandmalereien des City-League-Festivals prägen mit das Bild dieses lebendigen Stadtteils, an dessen Eingang die Moschee steht, ein architektonisches Glanzstück für Köln und darüber hinaus. Und wenn wir Glück haben, gehen wir da auch mal rein!

Interesse? Termine anfragen.

 

RHEINBOULEVARD DEUTZ
Treffpunkt: St. Heribert, Turmseite, Deutzer Freiheit

Für die „Regionale 2010 Köln-Bonn“, einem Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW, wurde der Rheinboulevard geplant. Er besteht bei weitem nicht nur aus der 500 m langen Treppe, auf der 10.000 Menschen Platz finden. Beim Bau hat man archäologische Funde gemacht; aus der Römerzeit, dem Mittelalter und der Neuzeit. Hier befand sich mal der Bahnhof „Deutz-Schiffsbrücke“. Der Streit um Gastronomieangebote endete mit dem Bau der beiden gläsernen Pavillons vor dem Hyatt-Hotel. Und wenn Sie wollen, fahre ich mit Ihnen auch noch auf den LVR-Turm (Aufzug kostenpflichtig). Von da oben liegt Ihnen die Stadt Köln wie auf einem Tablett vor Ihren Füßen.
Interesse? Termine anfragen.

KRIPPENFÜHRUNG
Treffpunkt: nach Absprache
Krippen muss man nach Dreikönige besuchen. Die Könige bringen den Glanz und die Pracht in die Krippen. Wir besuchen ganz verschiedene Krippentypen: karge, überladene, mit viel Grün, mit Märchenwaldcharakter, mit einem Chinesen. Dabei wird die heilsgeschichtliche Bedeutung des Geschehens nicht außer Acht gelassen. So soll es auch sein! (was auf Griechisch Amen heißt)

Interesse? Termine anfragen.